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Kosten und Prozesskostenhilfe

Ansprechpartner: Rechtsanwältin Mohr

Die Kosten eines Rechtsstreits setzen sich zusammen aus den Gerichtskosten und den Rechtsanwaltsgebühren und beide sind gesetzlich normiert.

Beide Entgelte richten sich nach dem sog. Gegenstands- oder Streitwert, der entweder gesetzlich oder durch Rechtsprechung festgelegt ist.

Bei einem Scheidungsverfahren ist der Verfahrens  gesetzlich festgelegt auf das addierte, dreifache Nettoeinkommen der Ehegatten zzgl. dem Wert des Versorgungsausgleiches; § 43 Abs. 2 FamGKG.

Verdienen Sie beispielsweise 2.000,00 € netto und Ihr Ehepartner 2.500,00 € errechnet sich der Wert des Verfahrens (NICHT die Kosten!) wie folgt:

3 x 2.000 = 6.000,00 € + 3x 2.500,00 € = 7.500,00 € = insgesamt also 13.500,00 €. Zuzüglich des Auffangwertes für den gesetzlichen Ausgleich der Rentenwartschaften i.H.v. 1.000,00 € ist der Wert also 14.500,00 €.

Prozesskostenhilfe

Prozesskostenhilfe ist eine staatliche Leistung, die der bedürftigen Partei die Möglichkeit eröffnet, ihre Rechte wahrzunehmen, auch wenn sie sich keinen Anwalt leisten kann. Neben der Bedürftigkeit, die anhand einer Erklärung über die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse nachzuweisen ist, werden auch die Erfolgsaussichten des zu führenden Prozesses summarisch vom Gericht geprüft, da Prozesskostenhilfe nur bei hinreichenden Erfolgsaussichten gewährt werden kann. Darüber hinaus darf die Rechtsverfolgung nicht mutwillig erscheinen, mit anderen Worten, es muss sich um ein Verfahren handeln, das eine nicht bedürftige, verständige Partei in gleicher Weise führen würde.

Der Antrag auf Prozesskostenhilfe wird zu Beginn des gerichtlichen Verfahrens von ihrem Anwalt für Sie gestellt. Über die Bewilligung entscheidet das Gericht anhand Ihres Antrages. Es ist deshalb besonders wichtig, dass alle Angaben vollständig sind.

Antrag auf Prozesskostenhilfe